Wer regelmäßig auf Instagram unterwegs ist, wird sicher schon auf das Phänomen der sogenannten Tradwives gestoßen sein: Frauen, die sich als Hausfrauen und Mutter in ihrer 50iger Jahre Mentalität inszenieren und fortschrittliche Gedanken des Feminismus ablehnen.
Im fünften Semester haben wir uns mit Kurz-Videos aus Social Media befasst, die wir in eine gedruckte Publikation übersetzen sollten. Da mir erst kurz zuvor zufällig der Tradwife-Trend aufgefallen ist und diesen bedenklich fand, entschied ich mich für ein Reel einer Tradwife. Das Reel nahm ich Stück für Stück auseinander und generierte so eine Menge Bildmaterial. Um mich mit einer für mich unüblichen Gestaltungsform auseinanderzusetzen, collagierte ich die freigestellte Bildteile. Typographisch beschränkte ich mich auf die Worte „no thanks“, als kurze aber deutliche Stellungnahme zur Thematik. Der Schriftzug war ebenfalls aus dem Reel freigestellt, wurde dort aber in einem anderen Zusammenhang verwendet.
Hochschule für Künste Bremen | FokusInfoMikroAlbum | Gregor Schreiter | 5. Sem. | 2025
Publikation „no thanks“| 2025 | Risodruck | Fotos von mir